Die Ausstellung
Ein "lebendiges" Museum
 

 

Ein Museum für die Pforzheimer Traditionsindustrie
Entstehung und Entwicklung des Museums

Im Jahre 1978 konnte der damalige Bürgermeister und Kulturdezernent, Fritz Wurster, den Gemeinderat der Stadt Pforzheim für die Gründung eines Museums gewinnen, das in Ergänzung zum Schmuckmuseum der Schmuck- und Uhrenproduktion in Ihrer historischen Entwicklung gewidmet sein sollte. Er verwies auf die zu diesem Zeitpunkt sich vollziehende Umstellung bei den Produkten und Produktionsmitteln sowie die Gefahr, dass nicht mehr benötigte Maschinen und Werkzeuge unwiederbringlich verloren gehen könnten. Die Planungs- und Aufbauphase erstreckte sich über fünf Jahre.

Seit September 1983 bereichert nun das "Technische Museum der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie" die Pforzheimer Museumslandschaft und dokumentiert in seinen Räumen die Geschichte der Pforzheimer Traditionsindustrie von den Anfängen im 18. Jahrhundert, über die Phase der Industrialisierung, bis in die jüngste Vergangenheit. Dabei stehen nicht die Endprodukte, sondern die Entwicklung der Produktion mit Ihrer zunehmenden Spezialisierung im Mittelpunkt der Präsentation.

Ein Stamm ehrenamtlicher Mitarbeiter, jeweils Spezialisten auf ihrem Gebiet, lassen bei Führungen und Sonderveranstaltungen das Museum lebendig werden. Die Mehrzahl, der über 700 Maschinen, ist voll funktionsfähig.


Heimarbeiterstube

   
Schmuckherstellung

Der Rundgang im Erdgeschoss gibt einen Einblick in die Komplexität der Schmuckproduktion, die in Pforzheim von Anfang an arbeitsteilig organisiert und maschinell geprägt war.

Hier erklären Gold- und Silberschmiede ihre Handwerkskunst. Man kann einem Edelsteinschleifer und der letzten ausgebildeten Emaille-Zeichnerin über die Schulter schauen. Der Besucher erfährt, was eine Guillochiermaschine ist oder wie die Kettenherstellung funktioniert, wie goldene und silberne Hohlformen gepresst und Münzen geprägt werden. So kann das gesamte Spektrum der Schmuckherstellung kennen gelernt werden.
 


 

Sämtliche Arbeitstechniken können praktisch vorgeführt werden
Das Technische Museum ist ein "lebendiges Museum".

 

 




Bleistiftemacher-Werkstatt


Emailerin bei der Arbeit

   
Uhrenherstellung

Die Uhrenproduktion wird im Obergeschoss des Museums dargestellt. Diese war einem ungleich stärkeren Wandel ausgesetzt als die Schmuckindustrie.

Von der mechanischen Uhr führte der Weg über die elektronischen Uhren zur Quarzuhr. Im Museum werden alle Schritte der Produktion eines Zeitmessers vom 18. Jahrhundert bis heute von Uhrmachern erklärt und teilweise auch vorgeführt.


Uhrwerkmodell einer Uhr mit Selbstaufzug


Die "Pforzheimer Uhr"